Dienstag, 31. Mai 2011

Kunden

Eigentlich sind meine Erfahrungen nicht wirklich der Rede wert. Ganz normale Kunden eben.

Aber heute gab es doch einen Fall, der mich etwas ärgerte.
Ein älterer Mann kommt in den Laden. Ziemlich dick, noch dickere nackte Beine und demzufolge kurze Hosen. Ok, über die Klamottenfrage der Kunden kann man sowieso oft nur staunen.*gg*

Er kommt auf mich zu und sagt, er braucht neue Schlappen (Pantoletten), weil bei seinen das Material scheuert. Ich guck runter auf seine Billiglatschen und sehe beide blutigen großen Onkel. Bei einem war noch ein Pflaster dran, daß aber schon halb war, so daß die Wunde frei lag. Beim anderen Onkel war nichts drauf und es blutete schön.

Ich: Ja, ich sehe das Problem, nur können Sie so keine Schuhe probieren.

Er: Dann machen Sie da was rüber.

Ich *kopfkratz und denk*'wieso muß ICH da was raufmachen? Bin ich Krankenschwester?
Leider hatte ich auch kein Pflaster da, sonst hätte ich ihm das noch gegeben. Probierstrümpfe helfen bei blutigen Wunden auch nicht, das geht durch die Fasern.

Ich: Na, ich zeige Ihnen erstmal paar Pantoletten.
Der Mann guckte also und meinte, ja, da was dabei.
Bis er nach dem Preis fragte. 39,95.

Dann fiel ihm wohl ein, daß aufgescheuerte Onkels hübscher sind und mehr Spaß machen, denn das war ihm zu teuer. Ok, ich ihm Badelatschen angeboten, die viel billiger sind, war aber nicht das Richtige. Er wollte anscheinend was Ordentliches, was aber kein Geld kostet.

Die Sandalen waren ihm natürlich auch zu teuer.
Und dann stellte er die wunderbare Frage, die jeder Einzelhändler so liebt. Die nach der Konkurrenz.*gg*

"Wo gibt es denn hier noch einen Schuhladen."
Pech gehabt, den gibt es nicht. Wir sind die einzig Wahren.*fg*

Aber weil ich so unglaublich nett bin, wies ich ihn darauf hin, daß heutzutage jeder Bäcker schon Schuhe anbietet.
Damit meine ich eigentlich, daß fast jeder Laden, ob Drogerie, Krimskramladen oder Klamottenladen auch schon Schuhe mit drin hat.
Ich schickte ihn also in die Jeansläden. Zum Glück sind die Schuhe da noch teurer.*fg*

Was mich aber bei der Sache erboste war, daß er so selbstverständlich meinte, ich könne ihm seine Onkels verarzten oder daß er auch kein Problem gehabt hätte, fremde Schuhe vollzubluten.

1 Kommentar: