Samstag, 15. Januar 2011

Die Elfen

Quelle: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51O8f4me7XL._SS500_.jpg
Heute wende ich mich mal wieder den Büchern zu.

Zu meinem Lieblingsgenre gehört seit Herr der Ringe die Fantasy-Literatur.
Davon hab ich nun in den letzten Jahren Unmengen verschlungen. Wie überall gibt es gute und schlechte Fantasy.

Zu dem Besten, was es zur Zeit gibt, gehören meiner Meinung nach die Elfen-Bücher von Bernhard Hennen.

Zuerst bin ich skeptisch rangegangen, als mir das erste Buch "Die Elfen" in die Hände fiel.
Doch schon auf den ersten Seiten fesselte mich das Buch so sehr, führte mich in eine derart fantastische und wohlüberlegte Welt, daß ich kaum, daß das Buch zu Ende war, nochmal zu lesen begann. Das ist mir bei einem Buch noch nie passiert. Normalerweise lasse ich immer ein paar Jahre vergehen, bevor ich ein  Buch erneut lesen.
Inzwischen hab ich dieses und die Nachfolgebände noch vielfach gelesen.
Hennens Welt ist so kompakt, spannend und voller Mystik, daß ich mich davon nicht mehr lösen kann.

Hauptsächlich geht es natürlich um die Elfen und ihre Welt. Aber auch Menschen und viele andere Völker kommen nicht zu kurz.

B. Hennen läßt fast die gesamte menschliche Sagen-und Mythenwelt auferstehen und erfindet doch was eigenes, ein eigenes Universum mit einer eigenen Geschichte.
Aber ebenso reflektieren Geschehnisse diese alternativen Welt unsere heutige und die vergangene Welt.

Ich zähle nun die wichtigsten Völker dieser Bücher auf und gebe eine kurze Charakterisierung.

Elfen -unsterblich. Sie leben in Albenmark unter ihrer Königin Emerelle und erinnern im Aussehen an die wohlbekannten Elben aus HdR, haben mit diesen aber nichts gemeinsam. Sie sind unterschiedlich magiebegabt. Die Elfen unterteilen sich noch in verschiedene Elfenvölker, die sich nicht immer alle grün sind. Sie sind nicht nur gut oder böse, sondern sehr facettenreich in ihrem Charakter.

Menschen -sie leben in der Zeit, die eher unserem Mittelalter entspricht. Auch hier gibt es unterschiedliche Völker. In der Hauptsache geht es um die Menschen im Fjordland, die mit den Elfen meist freundschaftlich verbunden sind. Diese Menschen werden von den Priestern und Kriegern der aufstrebenden Tjuredkirche bekämpft.
Der Tjuredglauben wurde von einem alten Dämon, dem Devanthar, einem Erzfeind der Elfen, durch Manipulation und Täuschung gegründet, um mit ihrer Hilfe die Elfen auszulöschen.

Trolle -sie waren über lange Zeit Feinde der Elfen und es gab mehrere verheerende Kriege zwischen beiden Völkern, die in den Folgebüchern beschrieben werden. Erst spät schlossen sie sich zusammen, um gegen den Hauptfeind, die Tjuredkirche, zu kämpfen. Hier werden die Trolle nicht als tumbe Wesen geschildert, sondern zum Teil sogar als Sympathieträger.

Kentauren -die bekannten Gestalten aus den Sagen. Sie haben einen Pferdeleib und menschlich/elfische Oberkörper. Sie leben in verschiedenen Stämmen in Albenmark und sind als gute Krieger und Trinker bekannt. Sie sind direkt, ehrlich, laut und unverschämt. Absolute Sympathieträger für die Leser.

Kobolde -die unterteilen sich in verschiedene Rassen.
Lutin-sind fuchsköpfig, können ihre Gestalt ändern und sind sehr magiebegabt. Aber auch verrufen als Diebe und Gauner. Sie stellen sich in den Trollkriegen gegen die Elfen. Sie leben nomadisch auf ihren riesigen Hornschildechsen.

Holde- anderes und größtes Koboldvolk. Hauptsächlich Diener der Elfen und gute Handwerker und Baumeister.

Zwerge -auch Dunkelalben genannt. Sie haben sich mit den Elfen entzweit und leben verborgen in der Menschenwelt. Erst zum letzten großen Kampf zwischen Elfen und Tjuredkirche kehren sie nach Albenmark zurück.

Dann gibt es noch eine Reihe anderer Völker wie diese:
Minotauren, Lamassu, Apsaras, Selkies, Auenfeen, Riesenadler, Faune

Das erste Buch "Die Elfen" umfaßt einen Zeitraum von 1000 Jahren, während die anderen 3 Bücher Geschehnisse aus diesem Zeitraum  erzählen.

Wer sich für diese wunderbaren Bücher interessiert, sollte sie in dieser Reihenfolge lesen:

Die Elfen

Elfenwinter

Elfenlicht

Elfenkönigin

In den drei nachfolgenden Elfenbüchern werden die Geschehnisse aus "die Elfen", die dort nur kurz erwähnt oder angespielt wurden, näher beleuchtet und spannend erzählt. Es geht um die Trollkriege, die Albenmark erschütterten.

Dann gibt es noch die Trilogie der Elfenritter, die das Thema Tjuredkirche aufgreift. Diese spielt gegen Ende der 1000 Jahre, als die Auseinandersetzungen der Elfen und der Kirche ihren Höhepunkt erreichten.

Die Ordensburg

Die Albenmark

Das Fjordland

Elfenlied ist eine schöne Novelle, welche die Geschichte der Lutin Ganda erzählt, die in die Auseinandersetzungen Lutin/Trolle/Elfen geriet und besonders in "Elfenlicht" eine wichtige Rolle spielte. Auch gibt es in Elfenlied die Blattgedichte der Auenfeen.

Elfenlied

Weil sich die Welt der Elfen dermaßen ausgebreitet hat, was wohl den Autor selber überraschte, gibt es auch noch einen wunderschönen Bildband mit vielen gemalten und fotografierten Bildern und Erklärungen.

Elfenwelten

Am Ende der Bücher gibt es noch einen Anhang mit Personen und Orten.

Auffallend bei allen Büchern ist, daß die Figuren und Geschehnisse nie schwarz und weiß erzählt werden. Jedes Volk, jede Rasse, sogar der Oberböse Devanthar hat oder ist Sympathieträger und die Handlungen werden manchmal aus verschiedenen Sichten erzählt, so daß man sie gut nachvollziehen kann.

Alle Bücher sind sehr gut und leicht lesbar. Die Sprache mancher Protagonisten ist sehr drastisch und sie nehmen kein Blatt vor den Mund. Deswegen und auch wegen recht detaillierter Gewalt halte ich die Bücher nicht für Kinder unter 14 geeignet.

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