Sonntag, 26. September 2010

Womanity

Weil alle darüber reden, mach ich das auch mal.

Womanity ist der neue Duft von Thierry Mugler, der ja auch schon die vieldiskutierten Düfte Angel und Alien rausgebracht hat.
Mugler steht für außergewöhnliche Düfte, die man liebt oder haßt.
Ich geh jetzt nicht darauf ein, wie dieser Duft entstanden ist, oder was Mugler damit aussagen will. Darüber gibt es nämlich schon genug im Netz zu lesen. Alles muß ich ja nun auch nicht nachmachen.*gg*

Vorweg will ich sagen, das mir Angel recht gut gefällt, aber nicht so, daß ich ihn haben müßte. Alien dagegen ist für mich zum Weglaufen.

Ich will von Womanity aus meiner Sicht reden.
In den Foren liest man die verschiedensten Meinungen und ich hab so den Eindruck, der Duft kommt dabei eher schlecht weg.

Für mich fiel er eigentlich nicht ins Beuteschema und ich hab die Diskussionen darum nur oberflächlich beachtet.

Vielleicht sollte ich mal schreiben, welche Duftrichtungen ich nicht so mag.
Dazu gehören herbe, fruchtige, zitrische, holzige, aquatische und rauchige Noten, wenn sie in einem Parfüm dominieren.
Dagegen stören sie mich nicht so, wenn sie nur eine winzige, kaum riechbare Nuance ausmachen.

Wiederum mag ich blumige, pudrige, und zart würzige Noten gern.

Womanity soll süß und gleichzeitig salzig sein, also eine recht interessante Duftrichtung, die man sich schlecht vorstellen kann. Und auch noch mit Kaviarnoten drin, wo ich doch Fisch so gar nicht mag.

Bei dem Besuch einer Parfümerie in Hamburg fielen mir nun diese wirklich sehr schönen Flakons ins Auge.

Eigentlich wollte ich andere Düfte testen, hatte aber meinen Duftzettel vergessen und stand nun da.
Bevor ich nun ohne was zu testen rausgehe, was ja als Duftjunkie gar nicht geht, ließ ich mir Womanity auf den Teststreifen sprühen.
Innerlich voll auf Abwehr, weil ja die Kombi süß und salzig gar nicht gehen dürfte, war ich umso überraschter von dem wunderschönen Bukett, das mir da entgegenströmte.
Also ließ ich mir was auf die Haut sprühen, denn ohne Hauttest geht gar nichts.

Mir stieg eine wunderbare Blumennote in die Nase. Einzelne Blumen konnte ich nicht ausmachen, es war eher ein Blumenstraß.
DAS sollte Womanity sein?

Ich sah mich schon in einem Blumenmeer baden, da schlug Mugler zu.
Oder ich sollte besser sagen, die Heimat holte mich ein.
Und das war es, was mich sofort für dieses Parfüm einnahm.
Ich fühlte mich zu Hause.
Wie einige wissen, wohne ich an der Ostsee auf einer Insel. Rundherum das Meer, bzw. der Peenestrom.

Womanity asoziierte in mir eine frische salzige Meeresbrise, während ich in unserem Garten sitze, umgeben von Blumen und reifen Obstbäumen.

Die zarte Süße der Blumen verband sich nun mit der salzigen Note zu einer wirklich harmonischen Einheit.  Dann begann der Duft immer wieder mal zu wechseln, von süß, über blumig zu salzig, sogar bitter bis zu der Einheit aller Noten.

Womanity ist überaus präsent und da kann es passieren, daß diese Präsenz einige Leute nervt. Aber nicht mich. Ich finde es herrlich, Meeresluft mit blumigen Untertönen zu schnuppern.
Die spätere Basis entpuppt sich bei mir als cremig und man meint, mit wohlduftender Sonnencreme am Strand zu liegen, während ab und zu ein Spritzer Salzwasser auf den Körper tropft.
Ein Duft, der einem Urlaub am Strand suggeriert.

Den Teststreifen hatte ich in meine Handtasche gesteckt und noch tagelang konnte ich einen Hauch Meer daraus riechen.
Für mich ist dieser Duft ein voller Erfolg geworden und natürlich nenne ich nun einen Flakon mein eigen.

Man muß sich auf Womanity mit allen Sinnen einlassen, dann kann man ihn genießen. Er ist nicht für jeden Tag geeignet, aber manchmal ist einfach die Zeit zum Träumen gekommen.

Kommentare:

  1. hm, vielleicht ist der Duft ja auch was für mich - ich komme ursprünglich von der Nordsee ^^

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  2. Teste ihn auf jeden Fall erstmal in der Parfümerie oder bei Douglas. Auf der Haut und laß ihn ein paar Stunden wirken.

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