Sonntag, 4. Juli 2010

dufte Leckerchen

Es geht weiter...

Ich konnte und wollte zwischendurch nicht posten, weil ich mir erst sicher sein wollte. Und inzwischen kamen die Sicherheiten so nach und nach alle an.*gg*
Meine Güte, was hab ich Parfümproben getestet.
Dabei hab ich festgestellt, daß mir Nischendüfte oftmals besser gefallen als diejenigen, die man Mainstream nennt. Also Parfüms, die man in Drogerien und in einschlägigen Parfümerien zu kaufen bekommen.

Nischendüfte sind nicht der grad herrschenden Mode unterworfen, sondern mehr oder weniger bekannte Parfümeure kreieren oft ihren eigenen individuellen Stil im Duftbereich.
Ebenso wie kleine Firmen, die keine Allerweltsparfüms herstellen, womit dann jede zweite Person rumläuft.
Auch die Inhaltsstoffe solcher Parfüms sind oft hochwertiger als die, welche für Massenmarkt gedacht sind.
Natürlich gilt auch hier, teuer ist nicht immer gleich gut.

Aber unter den Nischenmarken hab ich einige Schätzchen für mich entdeckt.



Chocolate (rechts) ist kein Nischenduft, sondern ein preiswertes Parfüm aus Polen. Ein nachgemachter Duft scheint es nicht zu sein, sondern Eigenkreation polnischer Parfümkunst. Sowas soll es ja auch geben.
Es ist ein leicht orientalischer Duft, also würzig und natürlich schokoladig, ohne in irgendeiner Weise aufdringlich zu sein. Sehr angenehm und präsent.

Jovoy Paris Poudre mußte ich wegen dem Namen unbedingt haben. Ich mag ja pudrige Düfte. Obwohl es ein schöner Duft ist, hat er nicht viel pudriges an sich, sondern ist eher blumig-frisch mit sanft pudriger Basisnote.




Hinter dem Monotheme White Tea (mitte) war ich lange her, denn es gab ihn nicht mehr. Doch plötzlich war er wieder zu haben. Er hat ganz schwache Ähnlich mit dem Duft Riceflower&Shea, von dem leider gar keinen Duft mehr gibt. White Tea sollte also ein Notersatz sein.
Dafür glänzt White Tea mit einem schönen, hellen Blütenduft und einer milchigen Teenote.
Es ist ein sanfter Duft, der nah am Körper bleibt und doch präsent ist, so daß einem der Duft immer wieder in die Nase steigt.
Die Pfeffernote ist fast unmerkbar, aber doch ganz leicht vorhanden und rundet den Duft gut ab.
Links steht Monotheme Talc Douceur. Davon hatte ich eine Probe und war hin und weg. Das ist DER Puderduft. Babypuder mit lieblichen Blumen. Dabei ist der Duft nicht zu süßlich. Ein wunderschöner Wohlfühlduft.

Ganz rechts steht ein Leckerli.
Exotic Vanilla von Vincenzo Barony. Für nur 11€ bekommt  man einen wunderbaren, sehr lange anhaltenden Duft mit Vanille und exotischen Blumen, der noch dazu ohne Alkohol ist. Es ist ein heftiger, zart würziger Vanilleduft, süß und doch angenehm zu tragen. Da können sich andere Vanilleparfüms was abschneiden.




Hier kommen meine fast absoluten Schätzchen.
Jacques Fath Irissime (links).
Zuerst ein etwas schwülstiger dunkler Blumenduft, entwickelt er sich schon kurze Zeit später in ein wahres Leckerchen. Durch Blauregen erhält er einen winzigen frischen Touch, der sehr angenehm mit den anderen Komponenten harmoniert. Trotzdem ist der Duft nicht frisch, sondern warm und blumig. Vermutlich der Pfeffer gibt eine ebenfalls winzige würzige Note. Das alles verbindet sich zu einem pudrigen Duftbukett, in dem man nur noch kuscheln möchte.
Einen solch harmonisch ausgewogenen Duft hab ich selten erlebt.

Rechts ist Fath de Fath ebenfalls von Jacques Fath.
Dieser Duft ist schwer zu beschreiben. Es ist ein besonderer Duft und besonders schön.
Ein warm-weicher Kuschelduft mit einem leicht würzigen Touch. Ich möchte ihn als Uni-Duft beschreiben, er würde wohl an jedem Menschen gut riechen.
Die fruchtigen Noten sind kaum merkbar, ebenso wenig die blumigen Noten. Alles harmoniert wunderbar miteinander.

Dazu hab ich mir die Fath de Fath Bodylotion (mitte) gekauft.
Allein die tollen Flakons sind ein Blickfang.


Diesen Duft hätte ich den Komponenten nach nie beachtet, denn die lesen sich wie ein Gewürzregal.*gg* Die meisten der Inhaltsstoffe gehören eher ins Essen.


Kopfnote: Bergamote,Zitrone aus Sizilien, schwarzer Kardamon aus Sri Lanka, Anis, Thymian

Herznote: spanischer Koriander,Lavendel aus Grasse,Gewürznelke,Muskat

Basisnote: Eichenmoos,Patchouli,Vetiver,Tahiti-Vanille,Amber


Und doch kam da ein Duft raus, in dem man nur noch baden möchte.

Es ist Gutenberg Limited, von dem es nur 12 Exemplare gibt. In Zusammenarbeit der Parfümerie Heike Ackermann mit Micallef.


Nicht fruchtig, nicht blumig, nicht herb, nicht krautig, nicht holzig, nicht süß, nicht bitter.
Ich wüßte auch nicht, wo ich den einordnen soll.
Nur traumhaft, warm, weich, kuschlig. 



Nun erwarte ich nur noch einen Duft, der noch nicht da ist. 


Aber, ich hab eine Duftdatei gemacht, wo fast alle getesteten Düfte mit Kurzbewertungen aufgelistet sind. Die werde ich bei Gelegenheit hier posten.


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