Montag, 9. März 2009

Das Leben besteht ja nicht nur aus Katzen und Schminke. Deshalb hab ich überlegt, ab und zu mal über andere Dinge zu schreiben.

Mein allerliebstes Hobby ist nämlich nicht, mich für Gott, euch und die Welt aufzubrezeln, sondern das Lesen.
Ich lese Bücher, seit ich lesen kann und das ist schon lange her.
Werweißwieviele Bücher sind bereits in meinen kleinen grauen Zellen verankert. Dabei hab ich leider auch feststellen müssen, je mehr Bücher man liest, desto weniger bleibt im Gedächtnis hängen. Irgendwann gerät man schon vollends durcheinander und weiß gar nicht mehr, was man schon alles gelesen hat und worum es überhaupt ging.

Es sei denn, bestimmte Bücher sind so was Besonderes, daß man sich ewig an sie erinnert.
Gute Bücher lese ich mehrmals, meist im Abstand von 1-3 Jahren. Und gute Bücher bleiben bei mir im Bücherregal, während andere auf den Boden verschwinden, wo ich sie nach vielen Jahren mal wieder rauskrame und ganz überrascht bin, wieso ich so tolle Bücher in die hinterste Ecke verschoben habe.*gg*

Aber wieder mal schweife ich ab. Warum kann ich nie sofort auf den Punkt kommen?*grübel*

Eigentlich wollte ich über ein ganz bestimmtes Buch schreiben.
Das Buch aller Bücher. Natürlich nur für mich.

Nein, es ist nicht "Das Kapital" von Karl Marx.*gg*
Wobei das sehr wichtig wäre, denn heute war ich zur Bank, um was zu dem Aktienfonds zu erfahren, den ich für meinen Sohn angelegt hatte. Die Aktien sinken!*hmpf*
Also doch "Das Kapital" lesen...?

Oder lieber die Bibel? Vielleicht trösten mich die 10 Gebote über sinkende Aktien hinweg. Die hatte ich mal angefangen, aber nach geschätzten 10000 Zeugungen von dem oder die hab ich nicht mehr durchgesehen und die Sache für die nächsten 10000 Jahre auf Eis gelegt.

Das Buch, welches ich meine, wird bei vielen ziemlich unbekannt sein.
Denn erstens gehört es einem bestimmten Genre an, zweitens ist es von einem Russen und drittens wurde es Anfang der sechziger Jahre geschrieben und durfte sogar in der Ex-DDR publiziert werden.

Bevor ihr vor Spannung nicht mehr weiterlest, stelle ich es euch vor.

Es heißt: " Menschen wie Götter" und ist von Sergej Snegow.
http://www.amazon.de/Menschen-wie-G%C3%B6tter-Sergej-Snegow/dp/3360008383

Dieses Buch hält meinen Leserekord. Nach 20 mal lesen habe ich aufgehört zu zählen.
Mag der Stil und manche Wortwahl heute etwas antiquiert erscheinen, so ist es doch das Starwars des Ostens gewesen und vielleicht immer noch.
Ich werde jetzt keine Rezensionen dazu schreiben. Die kann man dank Google auf diversen Websites nachlesen.

Von diesem Buch komme ich zu Science Fiction des Ostens.
Auch in der damaligen DDR gab es Scifi. Nur hieß es noch nicht anglisiert Science Fiction, sondern"wissenschaftlich utopischer/phantastischer Roman".

Natürlich waren diese Romane vom Geist des damaligen Weltsystems unterlegt, aber nur in Maßen, so daß viele dieser Bücher auch heute noch lesenswert sind. Ich habe heute den Eindruck, dass sich damals die Autoren so richtig und unauffällig wie möglich auf fantastische Weise ausleben und das Dogma des Sozialismus/Kommunismus umgehen konnten.
Sie konnten ihre gewünschte Welt und deren Gesellschaft auf eine mögliche Zukunft projizieren, ohne großartige Sanktionen befürchten zu müssen. Es ist ja alles nur Fantasie und immer im Rahmen der erwünschten Weltanschauung.
Sehr gut wurde oft auch Gesellschaftskritik in solchen Romanen verpackt.

Ich nenne nur einige der bekanntesten DDR-Scifi-Autoren, deren Bücher auch ich sehr geschätzt habe.
Michael Szameit, Klaus Frühauf, Alexander Kröger

Faszinierend, wenn auch schwere Kost sind die Bücher der russischen Gebrüder Strugazki, deren Staats-und Gesellschaftskritik sich subtil in ihren Bücher widerspiegeln.

Ihr merkt schon, ich bin ein Fan der Scifi.*lol*

Heute gibt es so viel Scifi-Romane, daß man schon sehr sieben muß, um seinen Geschmack zu treffen.

Nach der Wende hatte ich noch angefangen, die Starwars-Bücher zu lesen, aber das wurde mir bald zuviel und irgendwann hatte ich keinen Bezug mehr zu der Weltraumopera.

Heute lese ich weniger Scifi, denn es gibt ja noch soviel anderes.
Aber ich bin dem Genre treu geblieben und lese die Hefte und Bücher "Perry Rhodan" und "Sternenfaust" und evtl. Bücher, die meinen Geschmack treffen können.

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