Montag, 26. Januar 2009

Katzen

Mit-und Gegeneinander

Damit meine lieben Kleinen nicht in Schönheit untergehen, schreibe ich mal wieder was über sie.

Was Aussehen betrifft, will ich mich auf keinen Fall über Katzen erheben, denn was ist schöner als sie?

Ihr Makeup ist unübertrefflich.*lol*

Ihre Haarpflege ist auch ohne Shampoo, Conditioner und Styling einfach top.

Ein Blick aus ihren geheimnisvollen Augen läßt alle Herzen schmelzen.

Außerdem sind intrigant, hinterhältig, arrogant und fies.*gg*

Letztens wieder erlebt.

Luzi und Ysa, die beiden Großen, sind sich ja nicht grün.

Ein Konkurrenzkampf ist nicht mehr nötig, weil die Ziele abgesteckt sind.

Es kann nur Eine geben.

Das wäre gern Ysa, aber...
Da ist ja noch die Luzi, mit vollem Namen eigentlich Luzifer. Und wer Luzifer ist, wissen wir alle.*gg*

Beide Katzen sind ungefähr gleich groß, aber Luzi ist ungleich schwerer. Wo sie hintritt, wächst kein Gras mehr.

Auf dem Flur in der Veranda stehen drei Futternäpfe, so in 30 cm Entfernung voneinander.
Jede Katze hat ihren eigenen Futternapf und das wissen sie eigentlich. Soooo dumm sind sie ja auch nicht.
Und sie kriegen alle das gleiche Futter.

Nun ergab es sich, daß sie ihr Abendfutter bekommen sollten.
Übrigens sagen sie mir deutlich, wann sie zu fressen wünschen.

Also ging ich an den großen Eimer mit dem Trockenfutter, als mein Blick auf Luzi fiel.
Die saß vor Ysa's Napf.

Ich also: " Luzi, wo ist dein Futternapf...?"
Luzi guckt auf Ysa's Napf: " Das ist mein Napf..."
Ich: " Luuuziii, ab zu deinem Napf!"
Luzi: " Das ist mein Napf!"

Ich machte nun in alle drei Näpfe etwas Futter, in der Hoffnung, daß Luzi sich nun zu ihrem Napf schert.

Ich: " Luzi, geh zu deinem Napf."
Luzi: " Das ist mein Napf!"

Ich stupste Luzi an und drehte ihren Kopf in die andere Richtung zu ihrem Napf.

Luzi, dreht sich zurück zu Ysa's Napf: "Das ist mein Napf!"

Ysa näherte sich nun halbverhungert und will an ihren Napf.
Scharfer Blick von Luzi zu Ysa und Ysa stockt mitten im Schritte.

Luzi: " DAS ist mein Napf!"
Ich drehte Luzi herum und schubste sie zu ihrem Napf.
Luzi dreht sich herum und geht wieder zu Ysa's Napf. Ysa war aber inzwischen herangekommen und es gelang ihr, ein paar Brocken zu klauen.

Luzi legt die Pfote auf den Ysa's Napf: "Meiner!"
Nicht etwa, daß Luzi daraus fraß, nein, sie saß nur davor und wollte Ysa vertreiben.
Ysa näherte sich wieder, denn von ein paar Brocken wird keine Katze satt.

Luzi's Blick wurde zum Schwert und ich hörte nur noch ein hilfloses Fauchen von Ysa, die frustriert weg rannte.

Da wurde ich konsequent, setzte Luzi vor ihren eigenen Napf und blieb dort, bis sie endlich selber fraß. Viel später, als Luzi dann weg war, konnte auch Ysa fressen.

Dieses Spiel geht auch am Wassernapf. Obwohl mehrere Wassernäpfe in der Wohnung stehen, mögen sie nur das Wasser, welches in der Küche steht.

Dort allerdings ist es Ysa, die Klein-Odin provoziert.
Odin will trinken und Ysa lauert in 20-30 cm Entfernung.
Sie guckt ihn unverwandt an und Odin wird so irritiert, dass er nicht zum Schlabbern kommt.
Zusammengekauert sitzt er vor dem Wassernapf und traut sich nicht, den Kopf zu senken, aus Angst, Ysa könnte in dem Moment angreifen.

Und Ysa lauert in Angriffstellung..
Vor lauter Verzweiflung taucht Odin seine Pfote ins Wasser und leckt sie dann ab, aber immer in Fluchtstellung.

Ich beobachte sowas liebend gerne und die verschiedenen Verhaltensweisen der Katzen.
Und ich weiß, was gleich passieren wird.*fg*

Luzi weiß genau was los ist. Vielleicht hört oder ahnt sie es.

Mein Blick geht zur Tür, wo schleichend eine großer Katzenkörper um die Ecke biegt.
Obwohl auch Ysa ahnt, was passieren wird, sitzt sie wie immer dummerweise mit dem Rücken zur Tür und belauert Odin.

Nun mag es eine Reaktion von Odin sein, der Luzi natürlich gesehen hat, denn Ysa schwant Böses. Ihr Körper zuckt leicht zusammen, sie duckt sich.

Grausame Stille herrscht...

Luzi's Augen sind starr auf Ysa gerichtet, mehr tut Luzi nicht. Das ist auch gar nicht nötig, denn ihre Blicke sind Schwerter, die alles durchbohren.

Ysa traut sich vor Panik nicht mal, nach Luzi zu sehen. Sie WEIß, wer da hinter ihr ist.

Sie hofft noch: 'wenn ich sie nicht sehe, sieht sie mich auch nicht...'

Odin beobachtet und feixt.

Ich amüsiere mich und geb keinen Mucks von mir.

Ysa nimmt allen Mut zusammen, dreht sich um, im gleichen Moment, wo Luzi mit der Pfote zuhaut.

Ysa legt sich auf die Seite, eine Pfote drohend erhoben, die Ohren angelegt, die Zähne gebleckt.
Und das wars auch schon.*lol*

Ysa findet einen Fluchtweg, auf den Küchenschrank und durch die Durchreiche ins Wohnzimmer.

Luzi wirft ihr scharfe Blicke hinterher und Odin kann in Ruhe trinken.

Es ist immer wieder faszinierend, wie Luzi allein durch ihren Blick und ihre gewichtige Anwesenheit alle zur Räson bringt.

Luzi tut keiner Katze wirklich was. Mal ein Pfotenhieb hier und da, aber nie so, daß jemand verletzt wird.

Eigentlich haben Ysa und Luzi Respekt voreinander. Müssen sie aneinander vorbei, sollte mind. 1 m Platz sein.
Kritisch wird es, wenn einer durch eine Tür raus und der andere rein will. Das geht gar nicht.
Dann liegen sie sich beide gegenüber und überlegen krampfhaft, wie die vertrackte Situation nun gelöst werden kann. Ein Zurückweichen gibt es nicht.

Irgendwann kommt es zu dem sogenannten Verlegenheitsputzen als Überbrückungshandlung.

Erst bei ungewöhnlichen Geräuschen von den Menschen oder der Umwelt finden sie wieder zu sich selbst.

Meist fällt der einen Katze dann ein, daß sie ja eigentlich ganz woanders hin wollte und so gehen sie auseinander.

Verrückte Tiere.


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